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Bodylift
Häufige Fragen zum Bodylift
In unserer Sprechstunde stellen wir fest, dass viele Patienten vor einer Bodylift ähnliche Fragen beschäftigen. Daher haben wir die häufigsten Punkte, die im Rahmen eines ausführlichen Beratungsgespräches zur Sprache kommen, zu Ihrer Information zusammengestellt.
Warum empfehlen Sie die Durchführung eines Bodylifts anstatt mehrerer kleinerer Operationen?
Früher wurden bei einer erheblichen Gewebeerschlaffung der unteren Körperregion mehrere Eingriffe durchgeführt. Zumeist wurde zunächst eine Bauchdeckenplastik vorgenommen, dann eine Oberschenkelstraffung, gegebenenfalls ein Flankenlift sowie eine Gesäßstraffung. Dies hatte zur Folge, dass bis zum endgültigen Ergebnis etwa zwei bis zweieinhalb Jahre vergangen waren. Der Vorteil liegt jedoch nicht nur in der Zeitersparnis; bei der Bodyliftoperation werden die Gewebeverschiebungen so geplant, dass die Hautüberschüsse ideal verteilt werden können – viel besser, als man dies mit mehreren Einzeloperationen erreichen könnte.
Warum bilden sich überschüssige Hautfalten nicht durch Massage oder körperliche Betätigung zurück?
Durch starkes Übergewicht wird die Haut überdehnt und das Bindegewebe in der Haut wird dauerhaft auseinandergezogen. Dies kann bis hin zum Reißen von Bindegewebsfasern führen, die auch durch die Haut hin sichtbar sind (sogenannte Striae/Dehnungs- oder Schwangerschaftsstreifen). Wenn die Haut eine bestimmte Ausdehnung erreicht hat, kann weder eine kosmetische Behandlung noch sportliche Aktivität diesen Zustand rückgängig machen. Bei geringer ausgeprägtem Übergewicht, gerade bei jüngeren Patienten mit dickerer Haut, kann jedoch durch körperliche Aktivität im Verlauf von etwa einem Jahr der ursprüngliche Hautzustand wieder hergestellt werden.
Wo sollte ein Bodylift durchgeführt werden?
Aufgrund des großen Umfangs des Eingriffes und des möglichen Blutverlustes ist eine Anbindung an eine große Klinik notwendig. An der Erich-Lexer-Klinik ist diese Anbindung durch die Kooperation mit dem Universitätsklinikum Freiburg gegeben. So kann auf alle eventuellen Vorkommnisse adäquat reagiert werden. Außerdem zwingend notwendig: die Anbindung an eine Blutbank.
Ist das Ergebnis von Dauer? Kann der Eingriff bei Bedarf wiederholt werden?
Ja, der Eingriff ist von Dauer, in sehr seltenen Fällen und bei sehr starker Überdehnung der Haut kann eine Nachstraffung erforderlich sein. Diese ist jedoch weitaus kleinflächiger als die erste Straffung.
Wie lang ist die Narbe am Unterbauch?
Die Narbe geht gürtelförmig um den Unterbauch herum und reicht bis über den Rücken; sie kann jedoch unproblematisch unter dem Slip versteckt werden.
Gibt es außer der Narbe in der Bikinizone noch andere Narben?
In seltenen Fällen, etwa bei erheblichem Gewebsüberschuss an den Oberschenkeln, muss zusätzlich noch eine senkrecht verlaufende Narbe hinzugefügt werden. Vor dem Eingriff wird in einem ausführlichen Beratungsgespräch der geplante Narbenverlauf besprochen. In der Regel ist es jedoch möglich, alle Narben in der Bikinizone unterzubringen.
Wie lange dauert es, bis sich das endgültige Ergebnis einstellt?
Nach etwa einem halben Jahr hat sich das endgültige Ergebnis eingestellt.
Ab wann bin ich wieder körperlich belastbar und kann wieder Sport treiben?
Bis zum Entfernen der Hautfäden zwei Wochen nach dem Eingriff empfehlen wir regelmäßige leichte Bewegung, wie etwa Spaziergänge. Falsch wäre es hingegen, in der Phase nach der Behandlung überwiegend im Bett zu bleiben. Sie dürfen und sollen am ersten Tag nach der Operation aufstehen, denn so kann das Risiko einer Thrombose deutlich vermindert werden. Körperliche Betätigung, zum Beispiel Joggen oder Schwimmen, kann nach vollständiger Wundheilung wieder aufgenommen werden. Dies ist der Fall etwa eine Woche nach dem Fädenziehen, also drei Wochen nach der Operation. Wieder arbeitsfähig sind Sie für leichte berufliche Tätigkeiten nach drei bis vier Wochen, für schwerere körperliche Arbeit nach etwa sechs Wochen.
Kann die Straffung bereits bestehende Schwangerschaftsstreifen verstärken?
Bei ausgedehnten Schwangerschafts- oder Überdehnungsstreifen können sich diese leicht verstärken, ein großer Anteil der Dehnungs- oder Schwangerschaftsstreifen wird jedoch bei dem Eingriff mit der überschüssigen Haut entfernt.
Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?
Kriterien für eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen sind: 1. Funktionelle Störungen, also Bewegungseinschränkungen durch Hautfalten. 2. Hartnäckige Hautausschläge in den Hautfalten, die durch konservative Maßnahmen wie Salbenbehandlung und Hautpflege nicht beseitigt werden können. Ein weiteres Kostenübernahmekriterium ist die starke körperliche Entstellung der Patienten durch die überhängenden Hautfalten. Hier wird individuell durch den medizinischen Dienst der Krankenkasse vor der Operation entschieden. Ein entsprechendes Gutachten zur Vorlage bei Ihrer Krankenkasse erstellen wir in der Erich-Lexer-Klinik gern für Sie.



